das freizeichen

Flucht - Furcht

Es ist kurz nach 22 Uhr. Seit etwa einer Stunde sitze ich auf meinem Bett. Ich weiß nicht welche Gedanken mir angemessen sind und ob es angemessene Gedanken überhaupt jemals gegeben hat. In mir ist ein angenehm weiches Gefühl, dass meine Furcht nicht zu genügen vielleicht umsonst war. An einem solchen Abend merke ich wie dankbar ich dafür sein kann, dass ich allein lebe. Ich stelle mir momentweise vor, jemand sitzt bei mir und fragt warum ich so still sei, was mir fehle und ob er etwas für mich tu könne und ich kann nichts antworten außer, dass ich den aufrichtigen Schmerz der Antwortlosigkeit aushielte. Ich stelle mir außerdem vor, jemand geht daraufhin verdrossen aus dem Zimmer. Kurz darauf empfinde ich Schuld, weil ich ihm den Eindruck der Unerlöstheit vermittelt habe. An diesem Punkt endet endet meine Vorstellung. Und obgleich niemand meine Zurückgezogenheit bedroht, muss ich doch aufstehen, zum Fenster gehen und den Gedanken der Fluct durchspielen.

1 Kommentar 17.3.07 22:35, kommentieren

einsamkeit

heute wieder gefühlte einsamkeit. selbst katalanischer 2004er syrah kann da nich mehr helfen. im gegenteil die gedanken werden noch absurder, kreisen immer mehr um die gleichen, endlosen themen. im wetterbericht ist die rede von gefühlter temperatur, was interessiert den menschen denn nur am wetter? wir reden über das wetter um nich irgendwas blödes zu sagen. naja, blödes zeug schreibt sich aber viel einfacher, ob mit oder ohne alkohol...

im radio heult mash ewigi liebi, besoffen, kaputt. vor meiner tür halten autos, mein handy pfeift, beam me up, aber nix von ihm. fragen. wer is er? gibt es ihn? diese fiktive gestalt, diese inkarnation von sehnsucht, gefühl und irgendwie der grund von betrunkenen abenden, blöder musik, blöden gefühlen. dabei würd ich jetzt gerne mit jemandem reden, aber mit wem?`und worüber?

1 Kommentar 25.2.07 21:52, kommentieren

nachgedacht

"was nützt die liebe in gedanken. wenn die gelegenheit kommt, kannst dus nicht"

wie einfach is es, mit geübter feder das gefühl beschreiben, das so abwesend, so leicht zu beschreiben ist. wirkliche emotion, gegemüberstehen, das is kein dunkler schreibtisch, kein note-book, kein wein. das ist helle realität, blicke, gesten, gerüche. worte? ja, welche? blick wohin? bewegen? richtung. chance verpasst,

vielleicht ist es wirklich so, dass jeder mensch einmal im leben die chance hat glücklich zu werden und wenn er das nicht schafft wird er bestraft. bestraft mit der erinnerung, der ahnung, an was sein könnte.

2 Kommentare 1.2.07 21:10, kommentieren

Reve

Ohne dich wären die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals

1 Kommentar 22.1.07 01:06, kommentieren

post-rioja

über was man glaubt sich keine gedanken machen zu müssen, aber es doch macht...

partner fürs leben beim universum bestellt und weiter geträumt, vom leben der liebe, wie im film, ritter auf pferd, millionär in weißer limousine..

und darüber hinaus vielleicht was vergessen, was doch so viel näher liegt als liebe, menschen die das leben wirklich verändern lassen können, wirklich die sonne aufgehen lassen können. und diese muss man nich bestellen, sie stolpern ins leben, aus der völligen ferne auf dem raucherhof, aus der nähe wie ein altes ehepaar mit tausenden von stühlen und der einen nachricht oder über barmherzigkeit und angefahrene autos.

und dann merkt man, dass es auch glücklich machen kann, sich gedanken zu machen... ja ich lächle, jetzt da ich das schreibe

1 Kommentar 22.1.07 00:25, kommentieren