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Flucht - Furcht

Es ist kurz nach 22 Uhr. Seit etwa einer Stunde sitze ich auf meinem Bett. Ich weiß nicht welche Gedanken mir angemessen sind und ob es angemessene Gedanken überhaupt jemals gegeben hat. In mir ist ein angenehm weiches Gefühl, dass meine Furcht nicht zu genügen vielleicht umsonst war. An einem solchen Abend merke ich wie dankbar ich dafür sein kann, dass ich allein lebe. Ich stelle mir momentweise vor, jemand sitzt bei mir und fragt warum ich so still sei, was mir fehle und ob er etwas für mich tu könne und ich kann nichts antworten außer, dass ich den aufrichtigen Schmerz der Antwortlosigkeit aushielte. Ich stelle mir außerdem vor, jemand geht daraufhin verdrossen aus dem Zimmer. Kurz darauf empfinde ich Schuld, weil ich ihm den Eindruck der Unerlöstheit vermittelt habe. An diesem Punkt endet endet meine Vorstellung. Und obgleich niemand meine Zurückgezogenheit bedroht, muss ich doch aufstehen, zum Fenster gehen und den Gedanken der Fluct durchspielen.

1 Kommentar 17.3.07 22:35, kommentieren